Abgabefrist: 02.03.2026 10:00 Uhr
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Das Projekt FRMCS dient zur rechtzeitigen Ablösung des heutigen bundesweiten Bahnfunknetzes
GSM-R. FRMCS bedeutet mit dem Technologiewechsel von 2G zu 5G einen Sprung über mehrere
Generationen des digitalen Mobilfunks. Damit wird eine Obsoleszenz für ETCS-Datenfunk, Zugfunk,
Rangierfunk, etc. abgewehrt. Darüber hinaus dient es als künftige Konnektivitätsgrundlage für die
Digitale Schiene Deutschland, insbesondere für das Digitale Bahnsystem (DBS).
Der (zukünftige) digitale Bahnbetrieb stellt deutlich höhere Konnektivitätsanforderungen an das
Kommunikationsnetz (bspw. hohe Datenraten, geringe Latenz, hohe Verfügbarkeit und Verschlüsselung),
die mit GSM-R nicht erfüllt werden können.
Aus diesem Grund und durch die drohende Obsoleszenz der GSM-R-Technologie, spätestens ab
2030, plant die Deutsche Bahn, das bahnbetrieblichen Mobilfunknetz gemäß dem Standard GSMR
durch das neue 5G-basierte FRMCS ab 2030 zu ergänzen und bis 2035 vollständig zu ersetzen.
FRMCS wurde mit der TSI 2022/23 (Veröffentlichung der „Technical Specification for Interoperability
(TSI)“ über Durchführungsverordnung (EU) 2023/1695 vom 10.08.2023) als zukünftiges Standardsystem
für Bahnkommunikation von der EU festgelegt. Das Railway Interoperability and Safety
Committee (RISC) der Europäischen Kommission hat diese TSI am 30.03.2023 beschlossen und
im Rahmen der ERA Technical Optionen (ERA/OPI/2024-10, 19.12.2024) weiterentwickelt mit der
FRMCS V02 Spezifikation.
Der Rollout von FRMCS wird als Programm in zwei Phasen realisiert. Die Vorbereitung und Einführung
der 5G-Technologie für FRMCS erfolgt in Phase 1 (FRMCS-Kernnetz und Pilotstrecken).
Phase 1a dient der Umsetzung des FRMCS-Kernnetzes und einer ersten Pilotstrecke (Rottalbahn).
Sowohl FRMCS Phase 1b (weiteren Pilotstrecken) als auch FRMCS Phase 2 (Flächenrollout) werden
nachgelagert zu einem späteren Zeitpunkt als eigenständige Projekte gestartet.
Leistungsgegenstand:
•Beratung der Projektsteuerung für das Projekt FRMCS (Future Railway Mobile Communication System) im Rahmen der Digitalen Schiene Deutschland. FRMCS ist das 5G-basierte Mobilfunksystem, das den bestehenden GSM-R-Standard ablöst und die notwendige Konnektivität für digitale Zukunftstechnologien im Bahnbetrieb schafft (u.a. ETCS, ATO). Der Auftragnehmer erbringt unter dem Vertrag nachfolgend genannte Leistungen eigenständig und selbstorganisiert:
•Beratung der Projektsteuerung und der Projektbeteiligten/Stakeholder mit dem Ziel der erfolgreichen und termingerechten Durchführung unter Einhaltung der Konzernrichtlinie (KoRiL) 138.0301 „Programmmanagement".
•Absicherung und Qualitätssicherung der teilprojektübergreifenden Zusammenhänge und Kommunikation innerhalb des Projektes
•Durchführung der Projektbeteiligten und Schnittstellen bei der Zeit- und Mittel-planung und -Steuerung sowie deren Kommunikation
•Initiierung fachbereichsübergreifend notwendiger Maßnahmen zur Absicherung des Gesamtergebnisses
•Analyse und Plausibilisierung von wirtschaftlichen Kennzahlen (WR, GWU, Mittelabfluss etc.) und Vorgaben auf Projektebene
•Vorbereitung der Präsentationen von hochkomplexen/neuartigen Sachverhalten bis zur Top-Management-Ebene mit strategisch relevanten Themen
•Anwendung einer zertifizierten agilen Projektmanagement-Methodik (PRINCE2, Scrum) und Projektplanung mit Hilfe von komplexen MS Project Plänen
•Identifizierung, Analyse und Beherrschung von Risiken für die geplante Projektabwicklung im Rahmen des Risikomanagements
•Gesamthaftes Risikomanagement hinsichtlich Time, Scope und Budget
•Durchführung der Teams zur Sicherstellung der optimalen Zusammenarbeit auf Projektebene
•Qualitätssicherung der Durchführung von Abrechnung und Dokumentation der erbrachten Leistungen im Rahmen der Leistungsvereinbarungen und Mittelabflussplanung